Dirk Precht

 
Dirk Precht sturmfest und erdverwachsen

Dirk Precht - seit 1977 in der Jugendhilfe tätig

 
 
 

Wildfangchef Dirk Precht

Dirk Precht ist nicht nur Sozialpädagoge und Geschäftsführer von Wildfang, sondern auch leidenschaftlicher Botschafter der Deutsch-Polnischen Freundschaft. Wann immer er kann, unterstützt er Kinder und Jugendliche dort. Auch seine Liebe zur Ukraine zeigt sich in seinen zahlreichen Unterstützungsprojekten für die Menschen vor Ort.

Besonders enge Beziehungen bestehen zu Angerburg/Węgorzewo in Polen, einer Partnergemeinde des Landkreises Rotenburg/Wümme, wo Dirks Familie seit 300 Jahren zu Hause ist.

Erdverwachsen

Am unteren Rand der Lüneburger Heide in Niedersachsen entstand das Kinderheim seiner Eltern 1977: „Haus Wildfang” in Gilmerdingen.

Wildfangs Zentrale und Dirks Lebensmittelpunkt liegt in Bothel im Nachbarlandkreis Rotenburg/Wümme. Seine Familie betreibt hier weiterhin Land- und Forstwirtschaft und bereits 1977, als die ersten Jugendlichen bei seinen Eltern untergebracht wurden, war klar: Die Nähe zur Natur und zu den Tieren tut den Kindern gut.

Als kleiner Junge hat Dirk bereits mitgeholfen und später trat er in die Fußstapfen seines Vaters: 1997 übernahm er die pädagogische Leitung und 2007 die Geschäftsführung. Inzwischen ist er selbst Vater von fünf Kindern.

Wegbereiter

Auch die Wildfang-Familie wächst: Mitte 2024 waren ca. 160 Menschen bei Wildfang in Niedersachsen, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt beschäftigt.

Viele hundert Kinder- und Jugendliche hat Dirk seit 1977 begleitet und dabei mitgeholfen, ihren Weg ins Erwachsenenleben zu ebnen. Zu den zahlreichen erschütternden Schicksalen kamen 2021 die der Unbegleiteten Minderjährigen, für die er WildfangPlus in Bremen gründete, um Inobhutnahmen zu ermöglichen. Kurz darauf lernte Dirk bei einem seiner Besuche in Polen auch  ukrainische Kriegswaisen kennen, die er seither auch unterstützt.

Sturmfest

Es gibt nichts im Bereich Jugendhilfe, das Dirk Precht nicht schon erlebt hat: von den rauchenden Schulschwänzern der 1970er Jahre bis hin zu den heutigen „Systemsprengern“.

Die Erfahrungen der vielen Jahre brachten auch Krisen für Wildfang mit sich. Eine davon war im Spätsommer 2019 das abrupte Ende der Zusammenarbeit mit einem Partner in Rumänien. Bis heute warten die Beteiligten dort auf eine Entschuldigung der Behörden.

Sein Wissen gibt Dirk Precht als Berater, in Diskussionsrunden und Vorträgen weiter.